Müsliriegel mit Marzipan

Das ist ein Beitrag für die Unorganisierten und Unordentlichen unter uns. Für all die mit den Schubladen oder Schränken voll angefangener Tüten mit Mandeln, von der Weihnachtsbäckerei übrig gebliebenem Marzipan, mit Haferflocken und Trockenfrüchten, die für irgendwelche Rezepte geplant waren. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie andere Menschen das machen. Aber selbst wenn ich das geplante Rezept gekocht habe – irgendwas bleibt doch immer übrig.

Und dann? Schmeißt Ihr das weg? Ich nicht. Könnte man ja noch brauchen. Und Verschwendung wäre es auch. Das will ich nicht. Was für ein Glück, wenn das Kind am Abend vorher ankündigt, dass es einen Schulausflug macht und genügend zu essen und was leckeres und so weiter… Ihr könnt es Euch vorstellen. Mist!

Aber dann. Die Erleuchtung! Unordnung + Vergesslichkeit = Müsliriegel.

Nach ein paar Klicks hier und da, unzähligen Rezepten, für die die Zutaten natürlich nicht im Haus waren, habe ich nach ein bisschen Wühlen im Schrank meine eigenen kreiert: leckere Müsliriegel mit Marzipan.

Rezept

Überall steht, Müsliriegel gingen schnell und wären total unproblematisch. Aber während ich im Schrank wühlte und gleichzeitig Essen kochte und Fragen beantwortete und Kinder beim Abwiegen beaufsichtigte, zog sich das Müsliriegel machen hier so über drei Stunden.

Aber nun mal los:

Als erstes müssen zwei Pfannen auf den Herd. Getreideflocken und (vorher gehackte) Nüsse werden sanft geröstet. Umrühren nicht vergessen! Währenddessen das getrocknete Obst und das Marzipan kleinschneiden, das Fett schmelzen und die Eiweiße zu Schnee schlagen.

Das geschmolzene Fett mit Getreideflocken, Nüssen, Obst und Marzipan gut verrühren. Zum Schluss den Eischnee unterheben.

Die Masse kommt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Ich habe sie mit dem Holzlöffel zu einer kompakten Masse geformt. Ab in den auf 150 Grad (Umluft) vorgeheizten Ofen, 20 Minuten backen und dann abkühlen lassen.

Und weil ich im Schrank auch noch Kouvertüre gefunden habe, habe ich etwa 50 Gramm im Wasserbad geschmolzen und über die abgekühlte Masse geträufelt.

Gebacken und mit Schokolade

Sieht gut aus, schmeckt gut.

Müsliriegel

Einziges Manko: Das Zeug krümelt und zerfällt schnell in kleine Stücke. Aber wir haben da noch ein paar Vorräte im Schrank. Ich schätze mal, das waren nicht die letzten Riegel. Da kann ich noch ein wenig üben. Oder habt Ihr Tipps?

Wie lange sie halten, kann ich Euch nicht sagen. Wahrscheinlich wird jetzt hier ständig geknuspert.

Aber erstmal schaue ich bei EiNaB vorbei – weil die Riegel nicht nur selbst gemacht sind, sondern aus lauter angefangenen Tüten ohne Bestimmung stammen. Und die kreativen Köpfe vom Creadienstag, Dienstagsdinge und HoT haben sicher auch Hunger.

Schmecken lassen!
Annett

 

von Annett Zündorf

 

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2 Comments

  • Reply Claudia 11. Mai 2016 at 19:40

    Super Idee, werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren!

  • Reply Maria 26. April 2016 at 15:55

    Hallo!

    Danke für das tolle Resteverwertungsrezept! Passt zum Thema Lebensmittelverschwendung, das ich gerade auf meinem Blog sehr intensiv verfolge (nun ja, mehr oder weniger intensiv, gerade habe ich Blogpause).

    Das mit den Resten kenne ich auch und habe mir daher vor langer Zeit angewöhnt, Restekuchen zu backen. Alles, was weg muss, kommt da rein. Wenn ich auch ein paar Schokostückchen dazu gebe, dann wird sogar das Müsli im Kuchen als gut erachtet.

    Aus Müsli kann man auch sehr leckere süße Laibchen backen.

    lg
    Maria

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