Last-Minute-Laterne

Würdet Ihr auch am liebsten den nächsten Laternenumzug vermeiden, nur um um die dämliche Laternenbastelei herumzukommen? Laternen gehören zu meinen Lieblingshassobjekten. Ich erzähle Euch, warum. Vor zwei Jahren war ich echt stolz auf micht. Ich dachte rechtzeitig an den Umzug zum Martinstag. Ich bestellte Laternenrohlinge und Laternenstäbe mit LEDs, deren Preis mich nach Luft schnappen ließ. Unkaputtbar sollten die Stäbe angeblich sein. Das kleine Kind schwang den Stab einmal kräftig durch Luft. Dann leuchtete nichts mehr. Grrr. Gleichzeitig kamen die Laternenrohlinge. Beworben mit Worten wie „leicht zu basteln, geht schnell, für Kinder geeignet“.

Die bastele ich schön mit dem großen Kind, hatte ich mir in meiner Naivität vorgestellt. Er seine eigene Laterne, ich für die kleine Schwester. Und ja, mein Sohn, zu dem Zeitpunkt fünf Jahre, fand die Idee gut, freute sich über das Paket.

Etwa zehn Minuten lang drückten wir gemeinsam die vorgestanzten Teile aus den Pappen. Schon beim Ausschneiden des ersten Stückes Transparentpapiers sah ich die Langeweile in den Augen meines Kindes. Kurz darauf verließ er mit einem kurzen „Muss pullern“ die Küche. Er kam nicht zurück. Ich werkelte weiter, klebte und schnitt und schmiss schließlich entnervt alle Teile auf einen Haufen. Das würde nichts mehr bis zum Martinstag.

Also kaufen. Zwei hübsche Papierballons und eine neue LED-Lampe im Gepäck, fuhr ich zum Kindergarten. Überraschung. Leider war dieser Leuchtstab nicht mit Batterien ausgestattet. Notruf an Papa, während ringsum immer mehr Laternen leuchteten.

Schließlich, endlich, hatten auch wir zwei hübsche runde leuchtende Bälle. Zu hübsch. Das kleine Kind fasste einmal hinein. Schwupp. Kaputt.

Die andere Laterne wurde vom großen Kind brav getragen. Der Zug lief vorwärts. „Laterne, Laterne“ erklang. Alles war, wie es sein sollte. Bis die Jungs begannen, mit den Laternen als Waffen zu kämpfen. Wir steckten den traurigen Rest in die nächste Papiertonne. Und ich schwor mir, nie wieder Geld in Laternen zu investieren. Zeit möglichst auch eher wenig.

Und nun?

1.Für Nichtbastler

Der ultimative Rat einer Freundin: Taschenlampe in eine Kindergießkanne stecken, wahlweise kann man auch einen LED-Stab hineinhängen. Fertig. Das ist die perfekte Laterne für Nichtbastler und Eilige. Und man kann sie im nächsten Jahr immer noch verwenden. Selbst wenn sie im Sommer wieder im Sandkasten oder im Garten war. Das kleine Kind trug sie im letzten Jahr und fand es große Klasse.

Die ultimative und stabile Last-Minute-Laterne.

Die Ratz-Fatz-Last-Minute-Laterne.

Laterne ausschneiden2. Stabil und schnell:

Den Boden eines Tetrapacks abschneiden, kleine Löcher mit Schere oder Cuttermesser hineinschneiden, einen Leuchtstab durch die Ausgussöffnung fädeln. Fertig. So haben wir das diesmal gemacht.

Wer Zeit und Lust zum Basteln hat, kann den Tetrapack natürlich bemalen oder mit Transparentpapier bekleben. Dann leuchten die Fenster schön bunt.

So sehen die Laternen im Halbdunklen aus.

So sehen die Laternen im Halbdunklen aus.

Laterne dunkel

So sehen sie im Dunklen aus. In diesem Fall leuchten die Laternen mit Teelichtern. So viele Stäbe gab es hier nicht. Wenn Ihr Stäbe verwendet, ist das Licht noch schöner, weil es dann auch durch die Bodenöffnung strahlt.

3. Die Schönste

Aufkleber von einer leeren Flasche Waschmittel abziehen und Flasche bemalen. Wir haben Acrylfarbe genommen. Die hält nicht so besonders. Vielleicht wäre es besser, vorher mal kurz mit Schleifpapier über die Flasche zu fahren. Aber das Ergebnis ist auch so in Ordnung. Wir haben die Flasche quer genommen. Falls Ihr es noch nicht erkannt habt: Das ist ein Fisch. Deswegen kam der Schlitz für die Laterne in die Oberseite. Einfach das Laternenkabel um den Griff knoten und das Lämpchen durch den Schlitz in die Flasche stecken.

Der andere Kollege wurde vom Söhnchen im letzten Jahr gebastelt und ist für manche Gemüter ein wenig gruselig. Aber er hat Haare. Deshalb darf er mit aufs Bild. Wir haben einfach ein Stück Stoff zurechtgeschnitten, die obere Kante jeweils rechts und links angeklebt und den unteren Teil in Fransen geschnitten.

So sehen die beiden im Hellen aus.

So sehen die beiden im Hellen aus.

Fisch+Monsterdunkel

Ist jetzt jeder ausgerüstet? Dann alle: „Laterne, Laterne, Sonne Mond und Sterne….“

Wer singt hier mit?

Creadienstag
Dienstagsdinge
Handmade on Tuesday
Upcycling-Linkparty
Meertje
KiddiKram

Viel Spaß!
Annett

von Annett Zündorf

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1 Comment

  • Reply facile et beau - Gusta 3. November 2015 at 10:26

    Deine Laternen sind klasse. Ich weiß gar nicht, welche mir am besten gefällt. Das ist wirklich schwierig sich zu entscheiden. Die kleinen finde ich für die Wohnung gut und die großen für die Terasse. Eine geniale Idee Kannen, Flaschen und Milchtüten zu verwenden.
    Danke fürs teilen.
    Liebe Grüße
    Gusta

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