Frühjahrskur: Shirt zu Kleid

Ein kinderfreies Wochenende, eine andere Stadt, ein Hotel. Nettes Restaurant, guter Wein, Zeit für einander. Und was macht man so am Sonntag? Wir haben uns ganz spontan entschieden, dass wir auf unseren Rädern doch ein Stück der Heimat entgegen rollen könnten, statt einfach wieder in den Zug zu steigen. Und es war toll: Der Wind der um die Nase pfiff (leider recht häufig von vorn), die Bäume, die gerade ihre Blätter raus schoben, hübsche Häuschen, Seen und endlose Auenlandschaft. Dreieinhalb Stunden straffes Radeln und etwa 60 Kilometer sind aber für die erste Tour des Jahres ein ganz schöner Hammer. Ich habe es heute früh kaum aus dem Bett geschafft und bin vor lauter Muskelkater gestakst wie der berühmte Storch im Salat.

Trotzdem habe ich es gestern abend noch geschafft, das Pedal der Nähmaschine ein klein wenig zu drücken. Schließlich warten die Stapel von T-Shirts und Hosen, die repariert oder passend gemacht werden wollen.

Nach dem schnellen und geglückten Versuch der letzten Woche sollte diesmal das Lieblings-Erdbeer-T-Shirt zu einem Kleidchen werden. Dafür musste ein T-Shirt vom Papa sein schon eher hinfälliges und löchriges Leben lassen.

Sagen wir so: Die erste Variante sah dämlich aus. Ich hatte nämlich beim ersten Mal den rot-weißen Streifen viel zu weit unten angesetzt. Das geht nur bei Shirts, die ausreichend groß oder sogar größer sind, so wie bei dem hier. Also noch einmal!

Shirt zu Kleid – die Kurzanleitung

Ich habe das Shirt jetzt knapp unterm Bauchnabel abgeschnitten. Den Stoffstreifen habe ich etwas enger als das Shirt zugeschnitten (plus Nahtzugabe), zum Ring genäht und dann rechts auf rechts an das Oberteil. Dann habe ich ein Stück vom Papa-Shirt abgeschnitten (leicht ausgestellt und so breit wie das Shirt) und angenäht. Ich finde, es ist kein Problem, dass das Blau nicht ganz genauso wie beim T-Shirt ist.

Idealerweise hätte man jetzt gleich den Saum vom großen T-Shirt und wäre fertig. Aber weil ich das untere Teil schon beim Zuschneiden verhunzt hatte, musste ich den Rand noch umnähen. Dafür habe ich jetzt einen hübschen roten Zierstich genommen. Alles in allem hat es trotzdem nur ein halbes Stündchen gedauert. Ich liebe diese schnellen Projekte.

Aus Shirt wird Kleid. Cool.

Aus Shirt wird Kleid. Cool.

Und das Kind ist glücklich. Ich durfte noch fotografieren, aber morgen wird es gleich angezogen.

So. Ich tausche jetzt wieder Nähpedal gegen Fahrradpedal und düse ins Büro.

Das Erdbeer-Kleidchen geht zum Creadienstag, Gustas Upcycling-Party, EiNab, Dienstagsdinge, HoT, Meitli-Sache und Kiddikram.

Schönen Tag Euch!
Annett

Von Annett Zündorf

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2 Comments

  • Reply Maria 19. April 2016 at 11:56

    Hallo!

    Was für eine tolle Idee! Immer wieder bedauere ich, dass meine Kinder schon aus dem Alter draußen sind. Ich bekomme nur noch Reparaturarbeiten 🙁 Gerade heute Vormittag wieder ganz lange rumgenäht an der Lieblingshose, damit sie weiter leben kann.

    lg
    Maria

  • Reply facile et beau - Gusta 19. April 2016 at 09:48

    ahhh … da ist ja das zweite Shirt. Ich finde die Verlängerung gelungen. Du hast ja noch einiges vor dir 🙂
    Danke fürs teilen <3
    Liebe Grüße
    Gusta

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