Brot und Kräuterbutter – Teil 1

Frisches Brot und Kräuterbutter – besser geht es nicht.

Seid mal ehrlich! Gibt es wirklich viele Sachen, die besser schmecken als frisches Brot mit Butter? Gibt es. Nämlich frisches Brot mit Kräuterbutter. Nun kann man die das ganze Jahr kaufen, in diesen kleinen Rollen. Man kann sie mit gefrorenen Kräutern selber machen.

Aber die einzige, wahre, echte, allerbeste Kräuterbutter, die gibt es erst im Frühling. Nämlich dann, wenn der Liebstöckel seine ersten Blätter aus der Erde steckt. Gestern war ich bei einem Freund im Garten und erstarrte vor Freude, als ich den kleinen Strauch entdeckte. Ich durfte ein paar Blätter mitnehmen und habe zu Hause gleich gemixt.

Ein richtiges Rezept gibt es nicht. Klar ist nur: Zwiebeln und Knoblauch bleiben draußen. Sie dominieren sonst völlig den Geschmack. Wenn ich Appetit auf Knoblauch habe, mache ich lieber gleich eine Knoblauchbutter (5Zehen + etwas Salz + 1 Stück Butter). Ebenfalls klar: Liebstöckl muss rein. Aber nicht zu viel! Etwa drei bis fünf Blättchen reichen für ein Stück Butter.

Bei mir kommen je nach Jahreszeit in die Kräuterbutter:

Petersilie (viel), Schnittlauch (kann auch ein kleines Büschel sein), Salbei (ein bis zwei Blätter), Oregano, Basilikum (so acht bis zehn Blätter), Rosmarin (so zwei, drei Nadeln), Zitronenmelisse (ein paar Blätter), Ysop (wenig), Kapuzinerkresse (Blätter und Blüten), Rucola, Dill oder Ringelblumenblüten.

Der richtige Mix macht den guten Geschmack.

Der richtige Mix macht den guten Geschmack. Diese Kräuter waren diesmal drin.

Ich pflücke bis auf den Schnittlauch alle Kräuter von den harten Stielen und schmeiße sie in den Multiboy. (Je nachdem, aus welchem Landesteil man kommt, auch unter Moulinette oder Zerkleinerer bekannt.) Fünf mal Drücken. Kräuter auf die zuvor aus dem Kühlschrank genommene, küchenwarme Butter geben. Schnittlauch mit dem Messer schneiden und zugeben. Eine Prise Salz dazu, mit der Gabel vermischen und genießen.

Sieht schon lecker aus.

Sieht schon lecker aus.

Hach, mir läuft beim Schreiben richtig das Wasser im Munde zusammen. Fehlt nur noch das Brot. Das backe ich immer häufiger selber. Wie? Das zeige ich Euch nächste Woche. Jetzt schmiere ich mir erstmal eine Schnitte und schaue, was die anderen Mädels bei RUMS heute so haben.

Einfach lecker.

Einfach lecker.

Habt Ihr Euch gewundert? Heute gab’s mal nix mit Textilien, sondern was zu essen. Braucht man ja, um die Lebenskräfte aufrecht zu erhalten. Und all die Vitamine…

Wenn’s Euch schmeckt, dann zeige ich Euch immer mal, was hier so aus unserem kleinen Garten und aus den Töpfen vorm Haus auf den Tisch kommt.

Guten Appetit.

von Annett Zündorf

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