Beuteltasche und Lunchbag

 

Aus einem alten Hosenbein

Aus einem alten Hosenbein

Wollen wir nicht mal ein paar Taschen nähen? So aus alten Hemden und Jeans? Vielleicht am Mittwoch?

Klar. Wollte ich schon lange mal machen. Gemeinsam macht Nähen gleich noch mehr Spaß und mein letzter und einziger Beutel hat Löcher im Boden. Meine Umhängetasche auch. Zeit für was Neues.

Aber hätte ich geahnt, in was ich mich da hineinstürze, hätte ich noch eine Weile meine löchrigen Dinger benutzt. Geht ja noch. Habt Ihr schon mal Taschen und Nähen gegoogelt? Vielleicht kombiniert mit Schnittmuster oder Upcycling?

Hilfe! Die Auswahl erschlägt einen. Es gibt so viele wunderbare Taschen da draußen. So viele Ideen und Schnitte. Ich konnte mich nicht entscheiden. Jetzt gibt es hier eine ganze Reihe angefangene Projekte, die wohl noch ein bisschen brauchen. Aber immerhin kann ich Euch wenigsten eine, fertige Beuteltasche vorführen. Der Schnitt ähnelt der weitbekannten „Charlie-Bag„. Die wollte ich ursprünglich als erstes nähen, war aber leider zu doof, das Schnittmuster von der Seite zu bekommen. Ich durfte mich weder anmelden noch zahlen noch das Schnittmuster runterladen. Geht heute sicher schon wieder besser. Aber gestern wurde ja genäht. Zum Glück fand sich hier ein ähnlicher Schnitt. Den habe ich als Grundlage benutzt, noch ein bisschen dran rumgefriemelt und die Träger abgeschnitten. Die wollte ich – wie von Caro von Draußen nur Kännchen so schön gezeigt – nur mit Gurtband nähen. Als Material habe ich ein Gardine aus den 70ern, alten Stoff, neues Gurtband, ein paar Jeansreste und Knöpfe genutzt.

Sehr grafisch und ein bisschen gewöhnungsbedürftig - mein neuer Einkaufsbeutel.

Sehr grafisch und ein bisschen gewöhnungsbedürftig – mein neuer Einkaufsbeutel.

So sieht die Tasche jetzt aus. Also um ganz ehrlich zu sein: Der Brüller ist sie nicht. Das hatte ich mir irgendwie besser vorgestellt. Aber zum Einkaufen reicht es. Es passt ordentlich was rein und stabil ist sie auch. Der Mann wird damit nicht einkaufen gehen. Hat er gleich rigoros abgelehnt.

Ich versuche es dann irgendwann nochmal mit der richtigen Charlie-Bag.
 

 

Zufriedener bin ich mit diesem kleinen Rolltäschchen, dass aus einem abgeschnittenen Hosenbein, Webbandresten und einem Streifen Leder entstand. Ich habe es nicht gefüttert, da die Jeans genug Standfestigkeit geben. Das gefällt mir richtig gut.

Als Lunchbag, als Kosmetiktäschen - mal sehen, wofür ich es benutze.

Als Lunchbag, als Kosmetiktäschen – mal sehen, wofür ich es benutze.

Für Nachmacher: Ich habe eine Beinnaht aufgetrennt, die zwei Bander aufgenäht, den oberen Rand umgenäht, den Lederriemen mit Stylefix auf der Rückseite von unten bis etwa zur Mitte der Tasche befestigt und festgenäht. Dann noch das entsprechende Stück Leder auf die vordere Mitte nähen, Seitennaht und untere Naht schließen, Ecken abnähen, wenden, fertig.

Meine Freundin hat aus einer alten Wollhose eine wunderhübsche Tasche angefangen, die aber gestern nicht mehr fertig geworden ist. Ich zeige sie Euch demnächst. Und natürlich auch meine anderen Projekte. Mal sehen, ob ich noch eine Tasche hinbekomme, die mir so richtig, richtig gefällt.

Jetzt geht es zu RUMS und Taschen und Täschchen. Schönen Tag Euch!

Annett

Alt: Jeans, Gardine, Stoff, Leder, Knöpfe

Neu: Webband, Bommelband, Gurtband

Kosten: zwei bis drei Euro

 

 

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