2017 – mehr Öko! Logisch!

Da ist es: 2017. Das neue Jahr. Was wird es bringen? Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich zum Jahresbeginn große Dinge vornehmen. Ich will keine Kilo verlieren, keinen Marathon laufen und auch nicht freundlicher zu Fremden sein. Trotzdem drehten sich die Gedanken in meinem Kopf Ende letzten Jahres im Kreis und meist um diesen Blog. 1000 Einfälle und Ideen, die für mich im letzten Jahr wichtiger geworden sind, die aber nicht so richtig zum Thema passen. Deshalb soll hier einiges anders werden.
Natürlich wird es auch weiterhin Inspirationen und Anleitungen geben, wie aus alten Klamotten neue werden. Wie sich T-Shirts und Hosen verlängern, reparieren oder pimpen lassen. Aber ich bin keine Schneiderin. Meine Technik hält nicht unbedingt mit meinen Ideen Schritt, während mich auf der anderen Seite unendlich viele Dinge interessieren.

Was mich so interessiert?

Das reicht von der Abfallvermeidung über das Kochen mit Resten zu Papierarbeiten und Hintergründen zum Recycling von Abfällen. Deshalb werden all diese Dinge hier nun ebenfalls Platz finden.
Klingt nach Gemischtwarenladen? Vielleicht. Auf den ersten Blick. Deshalb möchte ich es noch ein wenig besser erklären.
Wer sich auch nur ein klein wenig für die Umwelt interessiert, dem fliegen Worte wie Nachhaltigkeit, CO2-Fußabdruck, regionale Lebensmittel, Plastikvermeidung und unzählige andere um die Ohren. Niemand findet sich darin wirklich zurecht, zumal es die eine, beste Wahl meist sowieso nicht gibt. Da gibt es Freaks, die jedes Plastik verbannen, sich vegan ernähren, alles selbermachen. Sehr schön. Aber für Familien nur selten machbar. Denn seien wir mal ehrlich, wenn es im Haus kleine Kinder gibt, Eltern arbeiten und alle am Morgen hektisch zur Kita, Schule oder ins Büro aufbrechen, dann liegen die Prioritäten meist auf dem Nichtzuspätkommen. Der Rest ist erst einmal egal.
Gerade Familien mit Baby kaufen natürlich gern Bio-Lebensmittel, manche kochen auch selber den Brei. Aber damit erschöpft sich der ökologische Ansatz zumeist.
Im Badezimmer stapeln sich Wegwerfwindeln (das soll keine Verurteilung sein. Wir haben selber welche) und Feuchttücher. In den Einkaufskorb wandern Fruchtpürees zum Direkt-in-den-Mund-quetschen und das Mittagessen steht in kleinen Plastikboxen bereit, die nur noch erwärmt werden müssen. (Über Alternativen für Säuglinge hat übrigens gerade Charlott von thehappyyears.de geschrieben.) Bei größeren liegen die Kinderzimmer voller Plastikspielzeug, stapeln sich die Joghurtbecher im Kühlschrank und die Pizza im Gefrierschrank darunter.

Kein Geld und keine Zeit?

Das Argument dagegen – kein Geld und keine Zeit. Aber ehrlich gesagt, geht es manchmal schneller, etwas selber zu machen, als etwas zu kaufen. Und billiger ist es auch oft.

Deshalb soll es hier in Zukunft mehr um Projekte gehen, die man ohne riesigen Zeitaufwand machen kann. Idealerweise mit den Dingen, die regelmäßig ins Haus kommen oder schon da sind, die am Wegesrand wachsen oder aus Omas Garten stammen.

Ich werde darüber schreiben, wie aufwändig die Projekte waren, ob sie für Kinder zum Mitmachen geeignet sind und ob sie in unser Leben passen. Denn ich schätze mal, das ist das wichtigste, beim Übernehmen neuer Gewohnheiten. Man darf sich dafür nicht zu sehr verbiegen oder anstrengen müssen. Aber manchmal reicht es, ein paar Anstubser zu bekommen und schon verursacht man weniger Müll, lebt ein bisschen umweltfreundlicher und spart auch noch Geld! Und das können Familien ja wohl immer brauchen.

Was ich dieses Jahr schon gemacht habe?

Müsli selber gemischt, den neuen Unverpacktladen Jeninchen über Crowdfunding mitfinanziert, ein Notizbuch für all meine Ideen gebastelt. Neue Sparbüchsen für die Kinder (beinahe) gebastelt – glücklicherweise kam genau zur rechten Zeit der Opa vorbei und übernahm die Schweinebastelei mit den Kids.

Und Ihr? Was habt Ihr im neuen Jahr vor? Egal, ob Ihr Pläne habt oder nicht – ich wünsche Euch allen ein wunderbares Jahr mit aufregenden Erlebnissen, viel Liebe und einem klitzekleinen bisschen Öko!

Für alle, die auch noch so ein Schwein brauchen, weil sie auf den Urlaub sparen, weniger Geld für neue Klamotten ausgeben oder regelmäßig Centstücke finden: Ein Luftballon wird aufgeblasen und in bestimmt zehn Schichten mit altem Zeitungspapier beklebt. Als Kleber eignet sich Tapetenkleister, Serviettenkleber oder einfach selbst angerührter Klebstoff. Jede Schicht muss gut trocknen. So auf der Hälfte der Klebevorgänge werden Beine aus Eierkarton, eine Schnauze aus Küchenrolle oder Klopapierrolle sowie Ohren aus Pappe angeklebt und dann mit überklebt. Zum Schluß bemalen oder mit farbigem Seidenpapier bekleben, oben einen Schlitz reinschneiden, Augen und Nasenlöcher aufmalen.

Die Glückssparschweine dürfen zum Creadienstag.

Ihr wollt mehr über Nachhaltigkeit im Familienalltag erfahren? Dann folgt mir über Bloglovin, Facebook oder Pinterest.

Ich freue mich auf die nächste Zeit!
Viele Grüße
Annett

von Annett Zündorf

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5 Comments

  • Reply Charlott 23. Januar 2017 at 11:20

    Hallo Annett, ich freu mich, dass du meinen Beitrag bei dir verlinkt hast und bin schon ganz gespannt, wie ihr Nachhaltigkeit im Familienalltag umsetzt. Inspirationen kann man ja nie genug bekommen. Ich werd auf jeden Fall wieder reinschauen und wünsch dir erstmal alles gute für deine neuen Vorsätze.

  • Reply Marlene 10. Januar 2017 at 14:13

    Hallo Annett,
    ich finde es schön, wenn du die Themen etwas vermischst, am Ende spielt doch alles zusammen mit dem nachhaltigen Alltag und dem Selbstgemachten und dem Nähen und dem Familienleben 🙂 Ich freu mich drauf, mehr zu lesen! Ich hoffe, dass ich häufiger zum Bloggen komme – und mehr Bewegung kann nicht schaden 🙂
    Liebe Grüße,
    Marlene

    • Reply annett 10. Januar 2017 at 14:25

      Hach, danke für die Unterstützung, Marlene. Es ist nämlich genau so, wie Du sagst. Und hat man einmal angefangen mit dem Nachdenken, hört man nicht mehr auf. Egal in welchem Bereich.
      Bewegung im Kopf sozusagen. Aber die andere kommt hier auch immer zu kurz. Typisch Schreibtischtäter!
      Viele Grüße
      Annett

  • Reply annett 10. Januar 2017 at 10:07

    Wow. Tolles Vorhaben. Und das mit den Tetrapaks habt Ihr komplett hinbekommen? Milch und Saft gibt es bei uns auch meist in Flaschen. Aber leider gibt es die nicht gleich im Laden nebenan. Haben wir nicht richtig geplant, müssen wir manchmal auf Tetrapacks zurückgreifen.
    Viele Grüße
    Annett

  • Reply Nadja 10. Januar 2017 at 10:01

    Mein einziger Neujahrsvorsatz war tatsächlich: Müll besser trennen, weniger produzieren, Tetrapaks haben wir schon vollständig aus unserem Haushalt verbannt. Liebe Grüße!

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